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Natur und Landschaft im Verbandsgebiet


Gut 40 % der Landkreisfläche nimmt ein rund 440 km² großer Ausschnitt der Talebenen von Lech und Wertach ein, die seit Alters her ein bevorzugter Siedlungs- und Wirtschaftsraum des Menschen sind. Erwähnenswert ist die alte Römerstraße Via Claudia. Ein Netz von dynamischen und aufstrebenden Gemeinden, Märkten und Städten konnte sich entwickeln.

Die Ebenen von Lech und Wertach sind eine typische voralpine Terrassenlandschaft deren Entstehung auf die gestaltenden Kräfte der beiden Alpenflüsse zurück geht. Dem Besucher erschließt sich eine faszinierende und einzigartige Natur.

Landwirtschaftlich sind die breiten Talebenen heute überwiegend ackerbaulich genutzt. Zum Teil noch urwüchsige Auwaldreste ziehen sich bandartig entlang von Lech und Wertach. Eingestreute Heidereste zeugen von ehemaliger Wiesen- oder Weidenutzung. Kleine Flüsse, Bäche und Gräben, Teiche, Kies- und Sandgruben aber auch Hecke und Feldgehölze gliedern den intensiv genutzten Landschaftsraum. Die vorhandenen Biotope liegen zerstreut und isoliert, ihr Anteil am Gesamtgebiet ist verglichen mit anderen bayerischen Landschaften relativ gering. Die Biotoppflege, besonders aber Biotopneuschaffung und Biotopverbund sind heute vordringliche Aufgaben.

International bekannt sind die Heiden der Lech-Wertach-Ebenen, die zu den artenreichsten Lebensgemeinschaften in Mitteleuropa zählen. Leider sind weniger als 1 % dieser früher landschaftsprägenden Kalkmagerrasen übriggeblieben. Die Artenfülle der Lechheiden geht auf die geographische Lage des Gebietes zurück: hier treffen sich Tiere und Pflanzen dealpiner, submediterraner und kontinentaler Herkunft.

Als gigantische Biotopbrücke, Verbindungsstück zwischen Alpen und Schwäbisch-Fränkischer Alb, spielen die Täler von Lech und Wertach eine übernational bedeutsame Rolle.